Lungenkrebs ist nach wie vor die am häufigsten zum Tod führende Krebserkrankung. In Österreich erkranken jedes Jahr etwa 4600 Personen neu an Lungenkrebs. Allgemein ist Lungenkrebs durch eine frühe Metastasierung und eine späte Diagnose gekennzeichnet, da Symptome meistens im fortgeschrittenen Stadium auftreten. Symptome sind uncharakteristisch und treten häufig auch bei anderen Erkrankungen auf.

 

 

Symptome

 

  • Lang andauernder Husten und Husten, der sich plötzlich verändert
  • Bronchitis, wenn trotz Antibiotika keine Besserung eintritt
  • Brust oder Schulterschmerzen
  • Atemnot
  • blutiger Auswurf
  • unklares und wiederkehrendes Fieber
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Abgeschlagenheit, allgemeiner Kräfteverfall

 

Die am häufigsten vorkommenden Symptome bei Lungenkrebs sind Husten, Atemnot und Gewichtsverlust.

 

 

Risikofaktoren

 

Rauchen ist einer der größten Risikofaktoren für Lungenkrebs. Das Risiko steigt, je mehr und je länger man raucht, je früher man also mit dem Rauchen beginnt. 85% aller Lungenkrebspatienten sind Raucher oder Ex-Raucher. Aber auch Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs (ca. 15%). Immer mehr Frauen sind betroffen.

 

 

Mögliche Ursachen

 

  • Aktiv-und Passivrauchen
  • Radonstrahlung
  • Asbest und andere Chemikalien
  • Luftverschmutzung

 

Bei Verdacht auf Lungenkrebs werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt: Anamnese und körperliche Untersuchung, Laboruntersuchungen, bildgebende Verfahren: Röntgen, Computertomograhie, PET, MRT ,Ultraschall; Bronchoskopie , Lungenfunktion, Knochenszintigraphie und seit einigen Jahren die neue molekularbiologische Analyse des Tumors um bestimmte Mutationen zu entdecken um eine gezielt wirkende Therapie einzusetzen (personalisierte Medizin genannt).

 

Die Bronchoskopie (Lungenspiegelung) ist die wichtigste diagnostische Maßnahme bei Verdacht auf Lungenkrebs. Mittels Bronchoskopie können Gewebeproben entnommen werden (Biopsie oder Bronchiallavage), die anschließend in einem Labor untersucht werden. Auf diese Weise kann festgestellt werden, ob der Tumor gut- oder bösartig ist. Ebenso kann der genaue Tumortyp identifiziert werden.

 

 

Arten von Lungenkrebs

 

Es bestehten zwei Hauptformen:

 

1. Kleinzelliges Karzinom –  ca. 15% aller Lungenkrebse, wächst besonders schnell, kann sich im Körper schnell ausbreiten (frühe Metastasierung) und wird in der Regel mit einer Chemotherapie therapiert, auf die Patienten meist gut ansprechen.

 

2. Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom – ca. 85% aller Lungenkrebse, wachst etwas langsamer, dazu zählen das Plattenepithelkarzinom, das Adenokarzinom und das großzellige Karzinom.

 

Therapeutische Möglichkeiten

 

Entscheidend ist die Früherkennung. Während die Heilungsrate im Frühstadium ohne Metastasen durch die chirurgische Behandlung sehr hoch ist, beträgt das Einjahresüberleben bei Diagnose im fortgeschrittenen Stadium lediglich 30-40%.

 

Grundsätzliche Maßnahmen zur frühen Erkennung von Lungenkrebs konzentrieren sich auf Raucher als Hauptrisikogruppe. Neuere Untersuchungsergebnisse (Daten aus den USA) belegen , das mit Hilfe regelmäßiger niedrigdosierter Computertomographie  mehr Lungenkrebse entdeckt und die Sterberate um 20% gesenkt werden kann.

 

Das ist keine Reihenuntersuchung. Diese Untersuchung ist sinnvoll, bei Personen mit deutlich erhöhtem Lungenkarzinomrisiko – starke Raucher und Ex-Raucher, die erst innerhalb der letzten 15 Jahre mit dem Rauchen aufgehört haben, die über 55 Jahre alt sind mit mindestens 30 Packyears (  = 10 Jahre lang 3 Packungen am Tag oder 30 Jahre lang eine Packung täglich geraucht haben).

 

Ein Packyear bzw. Packungsjahr enspricht 20 Zigaretten pro Tag über 1 Jahr.

 

 

Nicht- kleinzelliges Lungenkarzinom

 

Es stehen zur Verfügung folgende Behandlungsmöglichkeiten:

 

  • Operation
  • Chemotherapie - wirkt systemisch
  • Strahlentherapie
  • Zielgerichtete Therapie - bei bestimmten Mutationen einsetzbar

 

Je nach Art des Tumors und Ausbreitung der Erkrankung wird die entsprechende Therapie ausgewählt, oft werden Therapien kombiniert. In frühen Tumorstadien (Stadium I und II) wird in der Regel eine Operation mit kompletter Entfernung des Lungenkrebses und der benachbarten Lymphknoten durchgeführt. Abhängig von der Tumorgröße und möglicherweise befallener Lymphknoten wird danach eine zeitlich begrenzte Chemotherapie angeschlossen.

 

Große Erwartungen setzt man in der Therapie des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom heuzutage auf die zielgerichtete Therapie bei Vorliegen bestimmter Mutationen. Solche Mutationen können das Tumorzellenwachstum beschleuinigen. Bei derartigen Mutationen werden spezielle Proteine (Tyrosinkinasen) aktiviert. Die Zellen wachsen unkontrolliert und entsteht Tumor. Zur zielgerichteten Therapie gehören sogenannte Tyrosinkinase-Hemmer. Sie blockieren bestimmte Signalwege, die für das Tumorwachstum wichtig sind. Die Tumorzellen werden gezielt abgetötet, dadurch schrumpft der Tumor.

 

 

Kleinzelliges Lungenkarzinom

 

Beim kleinzelligen Tumor ist die Chemotherapie die wichtigste Therapieform. In den Stadien I-III und in bestimmten Situationen im Stadium IV wird die Chemotherapie durch eine Strahlentherapie ergänzt.

Nur sehr kleine Tumoren können operiert werden und danach mit Chemotherapie behandelt werden.

Besonders häufig ist eine Metastasierung ins Gehirn, deswegen folgt oft eine vorbeugende Kopfbestrahlung.

 

Die Behandlung von Lungenkrebs erfolgt in speziellen Abteilungen der pulmologische Onkologie und wird immer interdisziplinär durchgeführt.

 

 

 

 

 

DR. ELISABETH LEKO MOHR

LUNGENFACHÄRZTIN

 

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